Chemotherapie – Tag 289 – 21.02.2017

Also irgendwie bekomm ich manche Sachen einfach nicht gebacken. Ich erfasse die Wichtigkeit. Mir ist vollkommen bewusst, dass es sich um nützliche und für mich Vorteilhafte Überlegungen handelt… Und dennoch… Es nützt  nichts, es hapert an der Umsetzung.

Es muss sich um den inneren Schweinehund handeln ist mir soeben aufgegangen.

Den Schweinehund kann man trainieren (ich meine mich erinnern zu können, dass ich damals eine Anleitung zur Zähmung des inneren Schweinehundes mitgenommen habe, wenn ich sie wiederfinde und es technisch für mich umzusetzen ist speichere ich sie hier ab…

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In den letzten Tagen sind mir mal wieder einige Sachen bewusst geworden.

Eine der für mich wichtigeren Erkenntnisse dabei war, wie stark meine körperliche Gesundheit und Unversehrtheit mein ganzes Wesen beeinflusst. Angefangen bei der Art und Weise wie ich denke und mich bewege bis hin natürlich zu dem was ich sage. Wie ich mich verhalte. Wie ich fühle.

Mir war vorher nicht klar wie mächtig dieser Zusammenhang tatsächlich ist.

Allerdings ist das häufig so, dass ich die offensichtlichsten Sachen gern mal gekonnt übersehe…

Oft denke ich zu kompliziert, zu umständlich.

Deswegen wäre aus mir auch nie ein guter Programmierer geworden. Mein Code funktionierte zwar immer, allerdings war mein Quelltext einfach immer zu lang. Unnötig lang.

Am Ende kam zwar das richtige Ergebnis raus. Der Weg dorthin war aber höchst ineffizient.

Chemotagebuch – Tag 14 – 05.06.2016

Das Leben ist eine große Entdeckungsreise. Auf den Spuren der Bewusstheit.

Ich BIN Bewusstsein (und auch Unbewusstsein), nicht ich HABE ein Bewusstsein.

Bewusst und Unbewusst sind nur 2 Seiten der selben Medaille. Nur Formen für das was wir ich „Realität“ nennen nenne.

Ein Teil von „der Welt“. Andere Teile sind „Materie“, „Erfahrungen“, „Beziehungen“… Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Alle haben jedoch eins gemeinsam: allesamt sind nur Ausdrucksformen („Gefäße“) für die eine Energie die alles belebt. Diese Energie ist der Ursprung von allem. Und alles was erscheint („in“ der äußeren Welt) ist nur eine Ausdrucksform dieser Energie.

Sie ergießt sich „in“ alles, erfüllt alles.

So gesehen sind alle „Erscheinungen“ nur Illusion. Möglicherweise haben die alten Mayas das gemeint wenn sie „die Welt“ als bloße Illusion bezeichnen.

Ich möchte aus der Welt einen besseren Ort machen. Weil ich mit dem status quo unzufrieden bin? Gibt es möglicherweise noch andere Gründe für mein „Helfersyndrom“? Irgendwie vermute ich, dass dieser Impuls bei vielen von uns vorhanden ist, wissen kann ich es nicht, freilich nicht.

Jeder der diese Zeilen liest kann sich ja gerade mal selbstkritisch hinterfragen und prüfen ob dieser „Helfer“ auch „in ihr/ihm“ vorhanden ist.

Repräsentiert dieser Impuls vielleicht das „wachsen wollen“/„expandieren wollen“ dieser allumfassenden Lebensenergie?

Gerade frage ich mich, warum ich mir überhaupt über solche Dinge Gedanken mache.

Irgendwie wird das Leben für mich lebenswerter wenn ich Antworten finde. Ist es verwerflich Antworten finden zu wollen? Neugierig zu sein? Verstehen zu wollen wie die Dinge funktionieren?!?…

…Ich bin Bewusstsein…

Geistig habe ich gerade eine gute Phase, bin voller Tatendrang. Ich habe endlich angefangen unsere Vereinshomepage online zu stellen. Ein weiterer Schritt. Ich freue mich auf die Arbeit mit dem Verein, ich bin gespannt was daraus wird. Ob dieser Samen auf fruchtbaren Boden fällt, ob die Zeit schon dafür reif ist…

Körperlich geht es mir nicht ganz so gut. Ich beginne den Tumor zu spüren, physisch. Das muss nicht unbedingt heißen, dass der Tumor wächst, möglicherweise wächst auch nur mein Bewusstsein. Anders ausgedrückt, denn ich BIN Bewusstsein (und eben auch Unbewusstsein), es findet eine Verschiebung von Unbewusstsein zu Bewusstsein statt.

Wie auch immer, auf jeden Fall werden aus den Beschwerden hin und wieder Schmerzen.

Konditionell bin ich jedoch gut drauf, trotz allem. Deswegen werde ich jetzt auch noch eine Runde spazieren gehen 😉